Pflegenotstand in Deutschland wird immer gravierender

Abgesagte Operationen, leere Betten, geschlossene Abteilungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen; abschlägige Antworten bei der Suche nach einem Pflegedienst, keine Kapazitäten für Entlastungsleistungen wie Besuchs- oder Begleitdienste – in Deutschland fehlen Pflegekräfte an allen Ecken und Enden. Allein in Nordrhein-Westfalen fehlen aktuell ca. 10.000 Vollzeitpflegekräfte. Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln rechnet damit, dass in 15 Jahren 130.000 bis 150.000 Pflegekräfte bundesweit fehlen. Nach einer Berechnung des Deutschen Krankenhausinstituts sind allein in den Krankenhäusern derzeit 17.000 Pflegestellen unbesetzt. Die Folge: einige Fachbereiche mussten sich schon von der Notfallversorgung abmelden.

Deutschland ist laut Bundesgesundheitsminister Spahn das Land mit der zweitältesten Bevölkerung (nach Japan). Patientenschützer fordern schon länger, dass sich die Krankenhäuser stärker auf die alternden Patienten einstellen, vor allem auf jene, die an Demenz erkrankt sind. Derzeit sind dies rund 1,7 Millionen und jedes Jahr kommen 300.000 Neuerkrankte hinzu.

Zählte die Bundesagentur für Arbeit vor 6 Jahren 30.000 Altenpfleger mit ausländischem Pass, sind es mittlerweile ca. 80.000. Doch das reicht bei weitem nicht. Die Personalprobleme in der Pflege nehmen weiter zu, obwohl die Zahl der Beschäftigten in der Branche steigt. In der Altenpflege waren im vergangenen Jahr knapp 583.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, gut 20.000 mehr als im Vorjahr. In der Krankenpflege stieg die Beschäftigtenzahl von 1,04 auf 1,06 Millionen.

Der Deutsche Pflegerat rechnet jedoch nicht mit einer schnellen Entspannung, selbst wenn die Bundesregierung die versprochenen Verbesserungen in der Pflege umsetzt. „Der Personalmangel hat sich nicht zuletzt wegen der schlechten Personalausstattung und damit hohen Arbeitsbelastung über Jahre entwickelt und verschärft“, sagt Pflegerats-Präsident Franz Wagner. „Die politische Reaktion kam spät und kann angesichts der Dimension des Mangels auch nichts kurzfristig lösen.“

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