Dehydrierung: eine Gefahr für Senioren!

Bei einem Flüssigkeitsmangel (auch Dehydration genannt) trocknet der Körper aus. Das geschieht dann, wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt oder zu viel verliert, zum Beispiel durch starkes Schwitzen oder Durchfallerkrankungen. Die ersten Symptome sind Durst, trockene Haut und verminderter Harndrang. Schwerwiegendere Folgen sind niedriger Blutdruck, Schock mit Kreislaufschwäche und Bewusstseinsstörungen wie Lethargie, Verwirrtheit und Delirium bis hin zum Koma.

Warum ist die Dehydration für Senioren so gefährlich?

Je älter man wird, desto niedriger werden die körpereigenen „Wasserbestände“. Haben jüngere Menschen bei wärmeren Temperaturen also noch Reserven von denen sie zehren können, bekommen Senioren im Vergleich recht schnell einen Flüssigkeitsmangel. Dazu kommt, dass das Durstgefühl im Alter nachlässt und der Flüssigkeitsmangel oft selbst gar nicht wahrgenommen wird. Aber auch Medikamente können einen Einfluss haben: bei Bluthochdruck, Herzschwäche oder Wasseransammlungen im Gewebe werden oft Diuretika (d. h. entwässernde Medikamente) verordnet. Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme führt schneller als in jungen Jahren, zu kritischen Situationen und stellt ein gesundheitliches Risiko dar.

Was tun bei einer Dehydration?

Haben Sie den Verdacht, dass eine Dehydration vorliegt, begeben Sie sich und Ihre*n Angehörige*n bitte umgehend zu eine*r Ärzt*in! Nach der Untersuchung kann eingeschätzt werden, ob es ausreicht die Flüssigkeit durch vermehrtes Trinken zu ersetzen oder ob eine Infusion nötig ist. Zudem werden die verordneten Medikamente und deren Dosis geprüft.

Hinweis: Außerhalb der Sprechstunden des Hausarztes helfen Haus- und Fachärzte im ärztlichen Bereitschaftsdienst. Sie können entweder direkt eine geöffnete Bereitschaftspraxis in Ihrer Nähe aufsuchen oder die 116 117 wählen. Die Mitarbeitenden der 116 117 kennen Ärzte in Ihrer Nähe oder schicken bei Bedarf einen Arzt zu Ihnen nach Hause. In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie bitte den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Wie kann man einer Dehydration vorbeugen?

Mit gezielten Angeboten kann Flüssigkeitsmangel bei pflegebedürftigen Menschen oftmals vorgebeugt werden:

  • Etwa 1,5 Liter Flüssigkeit sollten täglich angeboten werden, das entspricht täglich etwa 6 Gläsern oder großen Tassen. Es eignen sich dafür Lieblingsgetränke! Bei Herz- und Nierenerkrankungen darf die ärztlich empfohlene Trinkmenge jedoch nicht überschritten werden.
  • Idealerweise wird ein TrinkplanDort kann man festhalten, wann die pflegebedürftige Person an das Trinken erinnert werden sollte und wie viel sie trinkt.
  • Insbesondere bei hohem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen sollten grundlegend mehr Getränke bereitgestellt werden. Gut sind natriumreiche Mineralwasser und Tee. Es können zudem wasserreiche Speisen wie z.B. Suppen, Melonen, Gurken usw. angeboten werden. Die betroffene Person sollte möglichst regelmäßig daran erinnert werden.
  • Getränke sollten idealerweise immer in Reich- und Sichtweite stehen, auch nachts. Hilfsmittel sind oft nützlich um das Trinken zu erleichtern. Je nach körperlichen Fähigkeiten eignet sich z. B. ein Strohhalm, ein Becher mit Griffen, ein Becher mit kleiner Öffnung im Deckel oder ein Becher mit breitem Rand. Spezielle Gadgets können an das Trinken erinnern: wie zum Beispiel das Aquaband oder Durchgangsmelder an Türen.
  • Bei Schluckstörungen bitte auf eine aufrechte Körperhaltung beim Essen und Trinken achten. Der Kopf sollte leicht nach vorn gebeugt sein. Dickflüssige Säfte können leichter zum Schlucken sein. Aufgrund von übermäßiger Speichelproduktion sollten auf saure oder heiße Getränke möglichst verzichtet werden.
  • Betroffene mit Blasenschwäche sollten motiviert werden ausreichend zu trinken. Viele Menschen mit einer Inkontinenz trinken gerade deshalb bewusst nicht genügend. Die Person sollte unterstützt werden rechtzeitig zur Toilette zu kommen. Ein sicherer Gang zur Toilette, z. B. mit einem Rollator kann trainiert werden. Es empfiehlt sich Kleidung zu tragen, die einfach an- und auszuziehen ist und ggf. Inkontinenz-Materialien zu nutzen.

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