Autofahren im Alter: wie sag ich’s meinen Eltern?

Der Wunsch, selbst Auto zu fahren, bleibt auch im höheren Alter bestehen. Es ist ein wichtiges Zeichen von Autonomie und Selbstständigkeit. Der Verzicht aufs Auto würde gerade für ältere Menschen einen großen Verlust auf Selbstbestimmung bedeuten und das Eingeständnis: ich bin jetzt wirklich alt. Und wer möchte sich das schon eingestehen?

Aber die Frage ist doch, ob jemand noch ausreichend gut sieht, hört, reagiert und beweglich ist, um sicher mit dem Auto unterwegs zu sein.
Doch gerade beim Thema Autofahren handeln viele Menschen nicht rational und die Wenigsten sagen von sich aus „Ich kann das nicht mehr.“

Das sind Warnzeichen:

­– auffällig langsames Fahren
– Desorientiertheit an Kreuzungen
– unentschlossenes Verhalten
– Verfahren auf bekannten Strecken
– nicht beachten von Verkehrsschildern

­Der richtige Zeitpunkt, das Thema anzusprechen ist dann, wenn ich mich als Beifahrer nicht mehr sicher fühle. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie sich einfach: Würde ich mein Kind noch bei ihm/ihr mitfahren lassen? Wenn Sie diese Frage mit NEIN beantworten, wird es höchste Zeit, darüber zu reden.

­Natürlich ist das kein Thema für die große Familienrunde, sondern etwas, das man unter vier Augen anspricht. Denn von seinem Kind oder Enkel gesagt zu bekommen, dass man etwas nicht mehr gut kann, kann sehr verletzend sein. Hilfreich dagegen ist es, eine neutrale Person wie z.B. den Hausarzt mit einzubeziehen.

­In Deutschland ist der Führerschein auf Lebenszeit gültig. Erst, wenn etwas passiert, kann eine Behörde anordnen, die Fahrtüchtigkeit eines Menschen zu überprüfen.
Also können wir nur an die Vernunft unserer Eltern appellieren. Hier 6 Tipps, wie Sie vorgehen könnten:

  1. An die Vernunft appellieren
    „Ich mache mir Sorgen, dass Euch etwas passiert“ oder: „Was, wenn Du ein Kind anfährst?
  2.  Hausarzt einbeziehen
    Manchmal wird eher auf eine außenstehe Person gehört, als auf die eigenen Kinder – „die Götter in Weiß“ haben auch bei Älteren erfahrungsgemäß mehr Gewicht als die Kinder.
  1. Eine Probestunde nehmen/einen Fahrcheck machen
    Den Fahrlehrer vorher entsprechend instruieren. Dieser könnte dann offiziell eine Fahruntauglichkeit mitteilen und es fällt so oft leichter, diese Tatsache zu akzeptieren.
    Oder beim ADAC/TÜV oder DEKRA den Fahrcheck machen.
  2. Das Auto fahruntüchtig machen
    Leere Batterie, Marderbiss – einfach ein Kabel lockern – schon springt der Wagen nicht mehr an. Werkstatt instruieren, dass ein höherer KV erfolgt – hilft manchmal.
  3. Notlüge
    Freunde, Bekannte brauchen für eine Weile dringend das Auto – an die Hilfsbereitschaft appellieren.
  4. Schlüssel wegnehmen oder verstecken
    Damit sind aber eher Konflikte vorprogrammiert und es ist keine langfristige Lösung.

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