Ab ins Wasser- Schwimmen lernen für Kinder

Je früher Kinder Schwimmen lernen, desto besser. Denn die Fähigkeit Schwimmen zu können, ist der beste Schutz vor Ertrinkungsunfällen. Ertrinken ist – nach Verkehrsunfällen – die zweithäufigste Art tödlich verlaufender Unfälle im Kindesalter. Noch weitaus höher ist die Zahl der „Beinahe-Ertrinkungsunfälle“ mit nicht selten schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Besonders gefährdet sind Kinder bis ins Grundschulalter hinein – denn es gibt in Deutschland viel zu viele Kinder, die nicht schwimmen können.

Was hat die Corona Pandemie damit zu tun?

Corona verschärft das Problem: Die Schwimmbäder waren lange geschlossen, dann unter Auflagen wieder geöffnet. Das trifft vor allem die Kinder – die Presse spricht von der „Generation Nichtschwimmer“. Gemeint sind damit die Jahrgänge, die in 2020 und 2021 Schwimmen gelernt hätten, es aufgrund der Pandemie aber nicht lernen konnten. Fakt ist: das Problem der Nichtschwimmer, ist nicht erst seit Corona ein Problem. Bereits im Jahr 2017 hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DLRG ergeben, dass nicht einmal jedes zweite Kind im Alter von zehn Jahren ordentlich schwimmen kann. 1990 konnten noch 90% aller Kinder schwimmen, seitdem geht die Schwimmfähigkeit immer weiter zurück.

Wie lernen Kinder schwimmen?

Klassischerweise in Schwimmkursen: Die DLRG, Schwimmvereine, Frei- und Hallenbäder und private Schwimmschulen bieten Schwimmkurse an. Die Höhe der Kursgebühren und das zugrunde liegende Konzept sind dabei sehr unterschiedlich. Ein Schwimmkurs sollte natürlich Spaß machen. Dennoch sollte man bei der Wahl des richtigen Schwimmkurses einige Kriterien beachten:

  • Schwimmlehrer: Schwimmlehrer ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Fragen Sie daher ruhig nach der Ausbildung der Kursleiter.
  • Kursdauer: Ein Schwimmkurs sollte mindestens zehn Übungsstunden mit Einheiten von jeweils 45 Minuten umfassen.
  • Regelmäßigkeit: Der Kurs sollte mindestens einmal pro Woche stattfinden. Alternativ gibt es auch Ferien-Intensivkurse: zwei Wochen lang wird fast täglich geübt.
  • Kursgröße: Die Gruppengröße sollte zehn Teilnehmer nicht überschreiten, damit der Schwimmlehrer die Übersicht behält. Positiv ist, wenn es in Kinderkursen noch einen zweiten Betreuer gibt.
  • Schwimmabzeichen: Haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ein Abzeichen zu machen?

Hinweis: Es gibt verschiedene Schwimmabzeichen: der Frühschwimmer (das Seepferdchen) ist das erste Abzeichen. Das ist allerdings noch kein Nachweis für sicheres Schwimmen. Erst ab dem Bronze Schwimmabzeichen (der Freischwimmer) gilt man als sicherer Schwimmer. Danach können noch das Silber und Gold Schwimmabzeichen folgen. 

  • Baderegeln: Im Kurs sollten neben dem Schwimmtraining auch Baderegeln und das richtige Verhalten in öffentlichen Gewässern vermittelt werden.

Wir vom Viva Familienservice helfen gerne den richtigen Schwimmkurs für Sie und Ihr Kind zu finden!

Wann ist das beste Alter und der beste Zeitpunkt um Schwimmen zu lernen?

Die DLRG empfiehlt die Schwimmausbildung ab 5 Jahren zu starten. In den meisten Schwimmkursen wird das Brustschwimmen zuerst erlernt. Die Schwimmtechnik zu lernen erfordert gute Koordination: Beinschlag und Armbewegung müssen aufeinander abgestimmt werden, gleichzeitig muss auf die richtige Atmung geachtet werden.

Der beste Zeitpunkt um mit Schwimmen zu starten ist der Herbst. Denn so können die Kinder bis zum nächsten Sommer fit und sicher im Wasser werden: sie lernen den Respekt vor dem Wasser, die wichtigsten Verhaltensregeln und die Grundlagen des Schwimmens.

Und gut zu wissen: In der Schule ist der Schwimmunterricht ab der 3. Klasse Pflicht. Laut Lehrplan sind in der Schule mindestens 30 Minuten pro Woche für ein Jahr dem Besuch des Schwimmbads vorbehalten.

Was kann ich tun, damit mein Kind Schwimmen lernt?

Bereits für Babys ab 3 Monaten gibt es Babyschwimmkurse, in denen die Sicherheit und das Selbstbewusstsein des Kindes gefördert werden. Je früher Kinder an das Wasser herangeführt werden, desto einfacher können sie damit umgehen und Ängste überwinden.

Wichtig ist, dass Kinder möglichst früh mit Wasser vertraut gemacht werden. Die Zeit unter der Dusche und in der Badewanne kann prima zur Wassergewöhnung genutzt werden:

  • Wasser darf (und sollte) über den Kopf und das Gesicht laufen. Kleine Eimer, Schüsseln oder Gießkannen motivieren zusätzlich. So lernen die Kinder bereits früh, Wasserspritzer und Wasser in den Augen zuzulassen und ihren Lidschlussreflex besser zu kontrollieren. Das ist wichtig, damit sie später mit offenen Augen tauchen, um sich auch in Gefahrensituationen unter Wasser zu orientieren.
  • „Blubbern“ in der Badewanne (oder im Schwimmbad) hilft den Grundstein für das richtige Atmen im Wasser zu legen. Starten kann man mit einem langen Strohhalm: den Strohhalm in Wasser stecken, reinpusten und Luftblasen in das Wasser blubbern. Danach tasten sie sich langsam mit einem kürzeren immer näher ans Wasser heran, bis sie schließlich direkt mit dem Mund im Wasser sind und schlußendlich ihr Gesicht ins Wasser legen und im Wasser ausatmen.
  • Viele weitere Wasserspiele finden sich bei der DLRG

Neben klassischen Schwimmkursen gibt es auch Online Schwimmkurse, z. B. von der Online Schwimmschule. Hier wird den Eltern das Wissen vermittelt, um ihren Kindern das Schwimmen beizubringen. Zudem werden immer wieder kostenlose 45-minütige Workshops zum Thema „Schwimmen“ angeboten.

Und zu guter Letzt, der vielleicht wichtigste Tipp: Regelmäße Aufenthalte im Wasser! Egal ob im Schwimmbad, am Pool oder im See. Im Sommer und im Winter. Wichtig dabei ist auf genügend Spielzeit im Wasser zu achten. Das Ziel ist es, dass sich die Kinder im Wasser wohlfühlen, Ängste abbauen und den Spaß am Wasser entdecken. Je öfter Kinder im Wasser sind und je wohler sie sich fühlen, desto leichter erlernen sie das Schwimmen. Und sobald die Kinder schwimmen können, ist es wichtig dranzubleiben: üben, üben, üben.

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