Urlaub mit Kindern: Wie laufen die Vorbereitungen am entspanntesten?

Die Sommerferien beginnen. Die Urlaubszeit steht an. Und damit bei vielen Familien auch der Sommerurlaub. Ist die Urlaubszeit noch in weiter Ferne, ist die Vorfreude groß und alle freuen sich auf die Auszeit vom Alltag. Doch je näher der Urlaub rückt, desto näher rücken auch die Reisevorbereitungen. Der Aufgabenberg, den es abzuarbeiten gilt, wird immer größer. Und in den meisten Familien liegt diese Arbeit – auch „Mental Load“ genannt- weiterhin bei den Müttern. Der Stress steigt, das Konfliktpotential auch… Ein unschöner Start in die doch so schöne Urlaubszeit.

Was ist überhaupt „Mental Load“?

Es sind die vielen unsichtbaren Aufgaben, die nie konkret benannt werden, trotzdem erkannt, bedacht, geplant und erledigt werden müssen – und das nebenbei. Die unendliche To-Do-Liste, die meistens Frauen im Kopf haben. Denn sie sind dafür zuständig zu planen, die Aufgabenpakete zuzuteilen und vor allem zu initiieren und nachzuhalten. Mental Load läuft unsichtbar neben der Erwerbstätigkeit und der Hausarbeit – im Grunde ist es eine eigene Projektmanagement-Tätigkeit. Und so haben Frauen oft das Gefühl, ihre Partner würden gar nicht merken, was sie alles im Alltag gedanklich durcharbeiten und innerlich koordinieren. Die Folge: die daraus resultierende psychische Belastung bleibt ungesehen und auch ohne Anerkennung.

„Mental Load“ gibt’s auch bei Urlaubsvorbereitungen?

Erstmal hört sich „Urlaubsvorbereitung“ gar nicht dramatisch an. Das gehört doch zu einem Urlaub dazu! Oft kümmert sich allerdings darum eine Partei in der Familie – statistisch gesehen ist das meistens die Mutter – und zwar um alles: von der Frage, wo es im Urlaub hingeht (Brauchen wir vor Ort einen Mietwagen? Was ist mit Kindersitzen?), über das Koffer packen, auch für die Kinder (Sind die Reisepässe noch gültig? Nehmen wir den Buggy mit oder reicht die Trage? Welches Spielzeug eignet sich für die Anreise? Was darf vor Ort nicht fehlen?) und auch die Reiseapotheke (Ist alles vollständig? Sind die Medikamente abgelaufen? Doch nochmal schnell in die Apotheke?). Ist das Haustier versorgt (Wer füttert die Katzen? Haben wir genug Futter vorrätig?) und können wir die Wohnung so hinterlassen (Sind alle Mülleimer geleert? Ist der Kühlschrank leer?). Und so beginnt die Urlaubszeit doch immer wieder mit Stress und genervten Eltern und Kindern. Aber muss das wirklich sein?

Wie kann die Urlaubsvorbereitung entspannter werden?

Grundsätzlich lässt sich zum Mental Load sagen: „Wenn sich beide Partner selbstverantwortlich in die Organisation des gemeinsamen Lebens einbringen und aufmerksam im Dialog bleiben, läuft es sicherlich runder“, so Psychologin Lisa Fischbach.

Im ersten Schritt ist es wichtig den Partner mit ins Boot zu holen und Verständnis zu schaffen. Was muss alles für den Urlaub vorbereitet werden und an was muss alles gedacht werden? Für eine gute Gesprächsgrundlage empfehlen wir die verschiedenen Aufgaben schriftlich zu sammeln und daraus gemeinsam einzelne Aufgabenpakete zu definieren und gemeinsam zu entscheiden, wer für das jeweilige Paket die Verantwortung übernimmt. Wichtig ist hierbei: Es geht nicht um „helfen“ oder „unterstützen“, sondern um aufteilen. Das heißt, dass auch die Verantwortung abgegeben wird (und nicht kontrolliert wird).

Ein paar Beispiele:

  • Reiseplanung: Das Reiseziel entscheidet man idealerweise gemeinsam, aber ist das Reiseziel auch für euch als Familie geeignet? Ist es kinderfreundlich (Klima, Krankheiten, Gefahrenstellen)? Werden Impfungen benötigt? Bietet die Unterkunft entsprechende Baby-Ausstattung, um das Gepäck zu reduzieren? Welche Kindersitze sind vor Ort oder im Flugzeug erlaubt?
  • Reise buchen: Das kann man online selbst machen, man kann sich aber auch Unterstützung holen und ins Reisebüro gehen. Gerade für Flugreisen in ferne Ländern haben die Experten den Überblick und finden vielleicht doch günstigere Angebote. Außerdem kennen sie etwaige Fallstricke vor Ort, an die wir gar nicht denken.
  • Detailplanung: Wie kommt man an das Urlaubsziel? Muss das Auto vorbereitet werden? Macht es Sinn sich ein Shuttle zum Flughafen zu mieten? An Verpflegung und Spielsachen sollte auch gedacht werden. Und wie sieht es am Urlaubsort aus – müssen dafür noch Dinge vorbereitet werden: Einen Mietwagen oder Fahrräder organisieren, Ausflüge vorab buchen, Reservierungen tätigen?

Tipp: Bei längeren oder komplizierteren Reisen macht es durchaus Sinn ein Dokument anzulegen und darin alle Reiseinformationen zu sammeln. Das kann zum Beispiel eine Tabelle zum gemeinsamen bearbeiten in der Cloud sein oder auch Ereignisse mit allen relevanten Informationen im digitalen Familienkalender.  

  • Koffer packen: Die Packliste sollte frühzeitig erstellt und geprüft werden. Neben den Klamotten (ist auch alles was benötigt wird frisch gewaschen und passt noch?) werden noch Schuhe, Kulturbeutel, die Reiseapotheke und vielleicht auch Spielsachen benötigt. Hier finden Sie eine Vorlage, die Sie für Ihren Sommerurlaub nutzen können.

Tipp: Gemeinsam packen ist durchaus sinnvoll. Jeder legt bereit, was er für sich braucht und was zusätzlich mit muss (z. B. Kamera, Ladekabel oder Sportausrüstung ). Anschließend wird gemeinsam in Koffer oder Rücksäcke gepackt. So weiß jeder, was ins welcher Tasche drin ist.

  • Das Zuhause vorbereiten: Auch die Wohnung oder das Haus muss für die Abwesenheit vorbereitet werden: Alle Mülleimer entleeren, Vorräte aufbrauchen, um Haustiere muss sich gekümmert werden – z. B. durch Nachbarn oder sie gehen in eine Pension, Pflanzen müssen gegossen werden und wer leert den Briefkasten?.

Und was sind die Vorteile?

Sich den Mental Load als Eltern aufteilen ist im ersten Schritt eine Entlastung für den Partner, der sich bisher ausschließlich darum gekümmert hat. Aber es ist so viel mehr: Die Partnerschaft ist auf Augenhöhe, da beide Partner volles Mitspracherecht haben. Es entsteht weniger Frust und führt zu einer harmonischeren Beziehung. Und auch die Kinder profitieren, denn es wird ihnen vorgelebt, dass beide Elternteile verantwortlich für sie sind, was wiederum die Beziehung zum Kind stärkt.

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub – egal wo, genießen Sie die Auszeit vom Alltag!

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