Schwimmkurs für Kinder: Worauf kommt es an?

Je früher Kinder Schwimmen können, desto besser. Schwimmen zu können, ist der beste Schutz vor Ertrinkungsunfällen. Und das ist nach wie vor die zweithäufigste Art tödlich verlaufender Unfälle im Kindesalter.

In welchem Alter sollte man schwimmen lernen?

Grundsätzlich ist niemand zu jung zum Schwimmen lernen. Wichtig ist lediglich, dass das Kind es auch lernen möchte. Es existiert keine eindeutige Altersvorgabe für den Beginn des Schwimmlernens, da jeder Mensch individuell ist. Manche Kinder zeigen mehr Geschicklichkeit als andere, während wiederum andere möglicherweise Ängste vor Wasser entwickeln. In Deutschland beginnt die Schwimmausbildung – also die Seepferdchen Schwimmkurse – meist mit 5 Jahren.

Das Haupt Hindernis beim Erlernen des Schwimmens ist tatsächlich der Verstand. Der Überlebensinstinkt warnt einen davor, ins Wasser zu gehen und vor allem mit dem Kopf unterzutauchen. Daher ist die Wassergewöhnung für jüngere Kinder essenziell: Jüngere Kinder können bereits aktiv im Wasser spielen und üben, besonders wenn sie von Erwachsenen begleitet werden, die bereits gut schwimmen können. Durch diese Aktivitäten bauen sie Ängste ab oder entwickeln diese erst gar nicht.

Den richtigen Schwimmkurs finden

Verschiedene Anbieter von Schwimmkursen bieten unterschiedliche Lerninhalte und Betreuungskonzepte an. Doch welche Kriterien sollten eigentlich bei der Auswahl eines Schwimmkurses berücksichtigt werden? Die folgende Checkliste soll bei der Entscheidung für oder gegen einen Schwimmkurs behilflich sein.

  • Ausbildung des Personals: In Deutschland ist der Begriff “Schwimmlehrer” nicht geschützt, theoretisch kann sich jeder so nennen. Lassen Sie sich ruhig die Zertifikate über die Ausbildung der Kursleiter vorzeigen, wenn Sie unsicher sind.
  • Kursdauer: Ein Schwimmkurs für Kinder sollte mindestens zehn Übungsstunden beinhalten. 15 bis 20 Übungsstunden sind noch besser. Jede Einheit sollte 30 bis 45 Minuten dauern.
    Hinweis: Laut DLRG rechnen Schulen bei einem 8-jährigen Kind mit mindestens 30 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten) bis das Kind sicher schwimmen kann.
  • Regelmäßigkeit: Um einen optimalen Lernerfolg zu erzielen, sollte der Kurs regelmäßig stattfinden, idealerweise mindestens einmal pro Woche. Crashkurse oder Ferienkurse sind auch eine Möglichkeit: Dort wird das Wissen und die Fähigkeit sehr kompakt vermittelt bzw. abverlangt.
  • Kursgröße: In den meisten Fällen ist eine Teilnehmerzahl von 6 bis 8 Kindern ideal. Mehr als zehn Kinder sollten es nicht sein. Dadurch behält der Schwimmlehrer den Überblick und kann jedes Kind individuell nach seinen Stärken und Schwächen fördern. Bei manchen Kursen mit größerer Kursgröße, gibt es auch noch einen zweiten Betreuer, um die Kinder optimal zu fördern.
  • Schwimmabzeichen: Kinder werden oft durch die Aussicht auf ein Abzeichen motiviert. Das erste ist das Seepferdchen, ein Frühschwimmer-Zeugnis. Kinder tragen den darauf erworbenen Stoffaufnäher stolz auf ihrer Badekleidung.
    Hinweis: Das Seepferdchen heißt nicht, dass ein Kind ein sicherer Schwimmer ist!
    Baderegeln: Neben der praktischen Schwimmausbildung sollten auch die Baderegeln unterrichtet werden. Was sollte man vor dem Schwimmen machen? Wie verhält man sich im Wasser? Die Baderegeln müssen nicht auswendig gelernt werden, viel wichtiger ist es, dass die Baderegeln und der Sinn dahinter verstanden wurde und so vor Gefahren geschützt wird.
  • Probestunde: Erkundigen Sie sich gerne nach einer Probestunde und begleiten Sie Ihr Kind zum ersten Schwimmunterricht. So können Sie am besten beurteilen, ob Sie dem Schwimmlehrer vertrauen und ob sich Ihr Kind wohlfühlt.
  • Kosten: Die Kosten für einen Schwimmkurs können stark variieren, jedoch sind sie nicht ausschlaggebend für die Qualität des Kurses. Meist kommen zu den Kursgebühren noch weitere Kosten, wie zum Beispiel der Eintritt für das Schwimmbad hinzu. Informieren Sie sich am besten direkt bei einem Kursanbieter in Ihrer Nähe über aktuelle Angebote und Preise.

Ab wann gilt man als sicherer Schwimmer?

Laut DLRG gilt man erst als sicherer Schwimmer, wenn das Schwimmabzeichen in Bronze hat bzw. die Disziplinen dafür erfüllt:

  • Sprung kopfwärts vom Beckenrand und 15 Minuten Schwimmen. In dieser Zeit sind mindestens 200 m zurückzulegen, davon 150 m in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 50 m in der anderen Körperlage. Der Wechsel der Körperlage muss während des Schwimmens auf der Schwimmbahn ohne Festhalten erfolgen.
  • Circa 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes. Das kann zum Beispiel ein kleiner Tauchring sein.
  • Ein Paketsprung – die sogenannte „Arschbombe“ – vom Startblock oder 1 m-Brett

Das heißt nach einem Frühschwimmer-Kurs sollte man einen weiteren Kurs absolvieren: den so genannten Freischwimmer-Kurs. In dem wird dann für das Bronze-Abzeichen geübt.

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